pixel
Last update: 2010.07.29, 15:23
pixel


pixel
pixel

You're not logged in ... login

pixel  
BASF kommt profitabel aus dem Krisenjahr

Auch angesichts großer Nachfragerückgänge konnte BASF 2009 die Gewinnspanne auf hohem Niveau halten. Mitten in der Krise wurde zudem die Integration von Ciba vorangetrieben.


Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht (rechts), Finanzvorstand Kurt Bock (Mitte) und Vorstandsmitglied Hans-Ulrich Engel (links) bei der Bilanzpressekonferenz von BASF. © BASF SE

Das Management des weltgrößten Chemieunternehmens BASF ist gewohnt vorsichtig mit Aussagen zu den gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen. Mit eindringlichen Worten sprach Vorstandsvorsitzender Jürgen Hambrecht bei der Bilanzpressekonferenz am 25. Februar von einer Krise, die trotz deutlicher Erholungszeichen in der zweiten Hälfte 2009 noch nicht überwunden sei und dem Unternehmen einen historischen Tiefststand in der Auslastung seiner Anlagen beschert habe.

In dieser Situation habe BASF durch Maßnahmen wie die Einführung flexibler Arbeitszeitmodelle, gezielte Kostenreduktion und die in manchen Bereichen deutliche Verringerung von Kapazitäten ein respektables Ergebnis erzielt. Zwar ging der Umsatz 2009 um 18,6 %, das EBITDA um 22,7 % zurück, dennoch konnte eine EBITDA-Marge von 14,6 % erzielt werden, die damit nur knapp unter dem Wert von 15,3 % im Jahr 2008 liegt. Der Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit lag mit 6,270 Mrd. Euro sogar deutlich über dem Wert von 5,023 Mrd. im Vorjahr.

Übergangsjahr 2010
Das Jahr 2010 sieht die BASF-Führung als Übergangsjahr an. Die Entwicklung des vierten Quartals 2009 stimme zuversichtlich, dennoch komme die Wirtschaft nur langsam in Schwung, Faktoren wie hohe Staatsverschuldung, hohe Arbeitslosigkeit und der Hang zum staatlichen Protektionismus würden ein hohes Maß an Unberechenbarkeit in sich bergen. Dennoch geht man in Ludwigshafen von einer Steigerung der weltweiten Chemieproduktion (ohne Pharma) von 5,3 % aus und möchte selbst ein Umsatzwachstum erreichen, das diese Quote noch übersteigt.

Die Folgen der Integration von Ciba
Inmitten der Turbulenzen des vergangenen Jahres wurde der Spezialchemie-Anbieter Ciba akquiriert. Nach Aussage von BASF-Vorstand Hans-Ulrich Engel ging die Integration in den Unternehmensverband zügig voran, das Ergebnis 2009 wurde durch Integrationskosten von 785 Mio. Euro belastet. Aus diesem Grund wurde auch das Ziel, die Kapitalkosten zu verdienen, nicht erzielt. Bis Ende 2012 rechnet BASF aufgrund der Integration von Ciba mit Synergien in Höhe von über 450 Millionen Euro jährlich. Damit einher geht auch ein Stellenabbau von etwa 3.800 Mitarbeitern.

Kommentar abgeben