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Last update: 2010.07.29, 15:23
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Forschen für mehr Sicherheit bei "Gen-Pflanzen"

In einem Verbundprojekt erforscht Reinhard Hehl von der TU Braunschweig die Auswirkungen gentechnischer Veränderungen beim Raps und entwickelt Methoden, um diese Veränderungen präzise durchzuführen.

Versuchsflächen des Julius Kühn-Instituts mit gentechnisch verändertem Raps © Stefan Kühne

Bisher wurden neue Gene zufällig an einem Ort im Genom integriert. Dabei ist vorher nicht bekannt, ob an diesem Ort die gewünschte Eigenschaft des Gens beobachtet wird und ob andere Gene in der Pflanze negativ beeinflusst werden. Projektleiter Hehl will künftig den Ort, an dem ein Gen integriert wird, aber bereits vor dem Einfügen kennen: "Gene sollen nur dort integriert werden, wo wir sie haben wollen. Das heißt in vorher gut charakterisierten Stellen im Genom."

Dabei soll ausgeschlossen werden, dass durch die Integration des Gens unerwünschte Nebeneffekte wie etwa neue Mutationen auftreten. Zudem soll sichergestellt werden, dass das neue Gen an diesem Ort seine erwartete Wirkung in der Pflanze zeigt.

Wie kann die unerwünschte Übertragung gentechnischer Veränderungen auf andere Pflanzen verhindert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich das Verbundprojekt ebenfalls. Solche Übertragungen sind unter anderem möglich, wenn durch Pollenflug nicht gentechnisch veränderte Pflanzen von genetisch veränderten bestäubt werden.

Eine solche Übertragung kann verhindert werden, wenn die gentechnische Veränderung nur mütterlicherseits vererbt wird. Dabei würde der männliche Pollen einer genetisch veränderten Pflanze die gentechnische Veränderung nicht tragen. Ein anderer Ansatz sieht vor, die rekombinante Veränderung bei der Pollenentwicklung zu entfernen.

An dem Verbundprojekt sind auch die Uni Karlsruhe, das Max-Planck-Institut für molekulare Pflanzenphysiologie Golm, die Uni Hamburg, das Julius Kühn-Institut Quedlinburg und das Johann Heinrich von Thünen-Institut, Großhansdorf, beteiligt. Das deutsche Forschungsministerium fördert es mit mehr als 1 Mio €.


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