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Last update: 2010.07.29, 15:23
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ÖVP-interner Konflikt um CERN

Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll hat scharfe Kritik an Wissenschaftsminister Johannes Hahn geübt, der vergangene Woche den Ausstieg Österreichs aus dem Kernforschungszentrum CERN angekündigt hatte. Pröll sieht dadurch das Med Austron-Projekt in Wiener Neustadt gefährdet.


Landeshauptmann Erwin Pröll fürchtet angesichts des geplanten CERN-Ausstiegs Österreichs um das niederösterrechische Med Austron-Projekt. © ÖVP Niederösterreich

Pröll bezweifelte in diesem Zusammenhang, dass der Wissenschaftsminister mit CERN in intensivem Kontakt steht. Er selbst habe vollkommen andere, authentische Informationen über die möglichen Folgen eines österreichischen Ausstiegs. Sollte das Med Austron-Projekt gefährdet sein, dann riskiere Hahn „einen unglaublichen Konflikt mit dem Bundesland Niederösterreich und mit mir“, so der Landeshauptmann im Ö1-Mittagsjournal.

Hahn teilt die Befürchtungen nicht
Wissenschaftsminister Hahn betonte in einer ersten Reaktion, dass er im Unterschied zu einem Landeshauptmann eine gesamtösterreichische Sicht einnehmen müsse. Er sehe keine Alternative zum geplanten Ausstieg aus dem in Genf ansässigen Kernforschungszentrum, man habe sich das reiflich überlegt.


Wissenschaftsminister Johannes Hahn verweist auf die bestehenden Verträge zwischen Med Austron und CERN. © BMWF

Hahn glaubt im Unterschied zu Pröll nicht, dass der CERN-Ausstieg Probleme für Med Austron bringen könnte und verwies auf einen Vertrag zwischen der Med Austron-Betreibergesellschaft mit dem CERN. Darin sei festgelegt, dass das europäische Forschungszentrum die nötige Technologie für Med Austron zur Verfügung stelle.


Das Med Austron-Projekt
Med Austron ist als Therapie- und Forschungszentrum in Zusammenarbeit mit allen österreichischen Universitätskliniken und Abteilungen für Radioonkologie geplant. Das Zentrum umfasst eine Kreisbeschleunigeranlage, Bestrahlungsplätze für die medizinische Anwendung mit der zugehörigen biologischen und physikalischen Bestrahlungsplanung sowie der Diagnostik und Bestrahlungsplätze für die nichtklinische Grundlagenforschung.

Med Austron sieht im Vollbetrieb die Behandlung von 1.200 Patientinnen und Patienten jährlich vor. Der Großteil dieser Patientinnen und Patienten – etwa 90 % – wird ambulant behandelt. Die Dauer einer Therapie beträgt typischerweise 2 bis 6 Wochen.

Med Austron ist als interdisziplinäres und überregionales österreichisches Forschungs- und Therapiezentrum geplant, das der Krebsbehandlung mit Ionen, der Erforschung und Weiterentwicklung dieser neuen Therapieform, sowie der nicht-klinischen Forschung mit Ionen- bzw. Protonenstrahlen gewidmet ist.



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rescheneder, Samstag, 16. Mai 2009, 11:41
Cern oder Nano ?
Rescheneder - 16.05.2009 09:17
CERN oder Nano ? - Wien 16.5.2009
Aktuelles Thema ist im Moment der geplante Austritt aus dem CERN- Forschungsprogramm in Genf. Erwin Pröll sagt - es ist eine Schande für Österreich.
Es ist eine Schande, dass Österreich in der Nanotechnologie hinter Deutschland 5-8 Jahre zurück ist.
Das weiß offenbar Herr Landeshauptmann Pröll gar nicht ?
So wichtig für die internationale Forschung der Nachweis eines „schwarzen Loches“ ist so unwichtig ist diese Frage für die österreichische Wissenschaft und Bevölkerung die außer mit Geld (Steuermittel), dort nichts beitragen kann.
Die Informationen und eine zentrale Verantwortung der Schlüsseltechnologie Nanotechnologie in der Zukunft im Österreich hat da schon eine wesentlich höhere Priorität.
Das will niemand in der Regierung hören. Große Worte und Schlagzeilen verdecken wie immer den negativen Zustand der Wissenschaft in Österreich
Rescheneder – Wien – karlrescheneder@hotmail.com